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Guatemala Solidarität - Prozesse mit Frauen und
Jugendlichen
VERNETZT und schafft Verbindungen zwischen
- Menschen aus der Schweiz und Guatemala
- zwischen Webkooperativen und InteressentInnen und
KäuferInnen
- zwischen dem Behindertenheim für Kinder und
SpenderInnen und HelferInnen
- zwischen guatemaltekischen Bauern/Bäuerinnen
und Schweizer Bauern/Bäuerinnen
- zwischen Projekten und interessierten Menschen
- zwischen Projekten und Spendern, Geldgebern
- zwischen interessierten Jugendlichen in der Schweiz
und Guatemala
- zwischen guatemaltekischen Institutionen und
schweizerischen Institutionen
INFORMIERT – mit Texten, Fotos und
über die Home-Page
- über den Prozess mit Frauen, die
Familiengärten aufbauen in Cahabón
- über den Prozess mit Jugendlichen in
Cahabón
- über Prozesse mit Familien in
Cahabón
- über Guatemala - Land und Menschen
- über Guatesol bekannte Projekte, die dies
wünschen
- über das Mayarecht - Übersetzung des
Buches: Das Maya Recht - Grundbegriffe
- über die Maya Kultur
INFORMIERT – mit Videos und Fotos
- über das tägliche Leben in Q'equchi'
Gemeinschaften/Dörfern Alta Verapaz
- über die eigene Arbeit mit den Frauen,
Jugendlichen und Familien - Familiengärten,
Fische, Kaninchen, Hühner, Ausbildung von
Jugendlichen
- über die Landwirtschaftsschule in
Cahabón
- über die Web-Frauen
- über die Webkooperativen in Rabinal
INFORMIERT - auf Anfrage in Schulklassen,
Gottesdiensten oder Vorträgen mit Dias
oder Video über spezifische
guatemaltekische Themen
MEINE ARBEIT in Guatemala im Instituto Fray Domingo
de Vico, Cahabón, Bajaverapaz 10.6.2006
2003 war ich 8 Monate in Cahabón, um
herauszufinden, ob in diesem Klima überhaupt
Gemüse angebaut werden kann. Und natürlich
auch, ob die Frauen Interesse an einem Familiengarten
und neuen Ess-, bzw. Kochgewohnheiten haben. Bis zu
meiner Abreise konnte ich einiges im neu angelegten
Gärtchen ernten: Buschbohnen, Tomaten, einige
kleinere Rüebli, Kressig, Peterli und Mangold. Das
war zwar kein grosser Erfolg, aber in Anbetracht, dass
laut allen Aussagen in Cahabón nichts
wächst, doch schon ein erheblicher Erfolg. Bei den
Menschen spürte ich grosses Interesse, etwas Neues
zu lernen.
Im Dezember 2003 habe ich mich dann entschlossen, ab
März 2004 in Guatemala den Versuch zu wagen, mit
den Frauen Gemüsegärten anzulegen und neue
Rezepte zu finden und zu kreieren.
Seit März 2004 arbeite ich also in Guatemala und
bis jetzt haben wir 160 Familiengärten angelegt,
in denen die Frauen mit immer grösserem Erfolg
Gemüse für die Familie und den Verkauf im
Dorf anbauen. Wir haben viele Kochkurse hinter uns, in
denen die Frauen lernen, das ihnen unbekannte
Gemüse in der Küche zu verwerten. Das weit
verbreitete Gerücht, dass die Q'eqchi' kein
Gemüse essen, hat sich als total falsch erwiesen.
Die Menschen essen das Gemüse sehr gerne und die
Frauen entwickeln plötzlich sehr viel Talent im
Ausprobieren von neuen Dingen und Rezepten. Sie kochen
nicht nur die Randen oder Rüebli, sondern auch die
Blätter der Gemüse, die übrigens sehr
viele Nährstoffe enthalten. So hat kürzlich
eine Frau Randenblätter und Rüeblikraut
zusammen gekocht und fand es sehr gut. Dass der Boden
Kompost braucht, wenn man Gemüse anbauen will,
das haben die Frauen nach einigen Monaten begriffen
und sind jetzt fleissig daran, Kompost
vorzubereiten.
Die Oberstufe in Chiacach hat nicht nur einen grossen
Garten und eine Mischparzelle angelegt, sondern auch
einen grösseren Fischteich gebaut, inden wir am
30. April 2006 300 Fischchen ausgesetzt haben, die
mit dem Verkauf nach ca. 6 Monaten etwas zum Schulgeld
beitragen soll.
In Chaslau lernt eine Gruppe von 11 Frauen mit Hilfe
von 2 Frauen aus Purulhá Weben. Sie weben als
Anfang ein Huipil, die traditionelle Bluse der
Maya.
In El Carmen wird in 17 Familiengärten
wunderschönes Gemüse angebaut und die
Männer sind am Konstruieren von
Kaninchenkäfigen. Sie werden in Purulhá
lernen, Kaninchen zu halten und dann in ihrem Dorf
halten und züchten. Kaninchen ist etwas total
Neues in Cahabón.
Natürlich bleibt noch Vieles zu tun: einerseits
warten noch viele Frauen darauf, in Gartenarbeit
ausgebildet zu werden - andererseits gilt es noch
Einiges herauszufinden wie zum Beispiel: welches ist
die beste Zeit zum Pflanzen? - welche Pflanze braucht
viel Sonne, welche Pflanze halb Schatten? -
Schädlingsbekämpfung - welche Schädlinge
gibt es überhaupt - neue Kochrezepte - neue
Gemüsearten ausprobieren - Konservieren von
Gemüse und Früchten usw. Immer wieder kommt
etwas Neues dazu. Mehr unter Frauenprojekt -
Familiengärten.
Mit den weiteren Projekten bleibe ich zwar in Kontakt,
aber es bleibt kaum Zeit, weiter näher an den
Projekten mitzuarbeiten. 10.6.2006
DIE LANDWIRTSCHAFTSSCHULE - INSTITUTO FRAY DOMINGO DE
VICO
Die agro-ökologische Landwirtschaftsschule
"Fray Dominongo de Vico" in Cahabón
Eine zweisprachige Internatsschule - Spanisch-Q'eqch'i
- seit 2002 auf der Sekundarstufe.
Fr. Christoph Gempp OP ist Initiator der Schule, die
1994 ihren Anfang genommen hat. In der Schule, die seit
1999 vom Erziehungsministerium als zweisprachige
Landwirtschaftsschule anerkannt wurde, werden heute 90
Schüler unterrichtet. Mehr unterLandwirtschaftsschule.
DIE PROJEKTE
Das Behindertenheim für Kinder "Hogar del
Niño Minusvalido Hermano Pedro"
Quetzaltenango
Seit 1989 kenne ich das Behindertenheim in
Quetzaltenango, das von Pater Juan Luis Lazzaro
(Italien) und Sor Julietta geleitet wird. Sehr viele
der 60 Kinder, die im Heim wohnen sind
mehrfachbehindert. Im Januar 2003 habe ich zusammen mit
einigen der Kinder ein Video über das Heim und die
Kinder selber gedreht. Es hat sehr viel Spass gemacht
und im Mai werde ich das fertig geschnittene Video ins
Heim bringen. Das Heim lebt von Spenden. Deswegen bin
ich auch immer wieder auf Geldsuche für das Heim.
Weiteres unter Behindertenheim Kinder. Nicht nur
Spenderinnen, auch Menschen, die die Betreuerinnen der
Kinder weiter ausbilden können und brauchbares
Material sind immer willkommen.
Die Webkooperative Ixoquib aj Keem in San
Gabriel, Rabinal - Baja Verapaz
Die Weberinnen kenne ich durch das Hilfswerk CIF
(Centro de Integrción Familiar) in Rabinal seit
1989. Im CIF wurden sie damals ausgebildet. Am 12.
April 2000 konnten sie dann endlich die langersehnte
Kooperative "Ixoquib aj Keem" gründen. Als
Kooperative können sie jetzt ihre Produkte selber
exportieren. Die Weberinnen arbeiten alle mit
sogenannten Sitzwebstühen. Ihre Webstücke
sind deswegen maximal 55 cm breit. Sie sind sehr
inovativ und weben auch auf Bestellung. Ihre Websachen
können bis 60° gewaschen werden. Mehr
unterIxoquib aj Keem. Die
beste Unterstützung für die Weberinnen ist
der Kauf ihrer Produkte.
Die Webgruppe "Flor de Algodon" (Baumwollblume)
in Chuaperol, Rabinal - Baja Verapaz
Die Weberinnen kenne ich durch das Hilfswerk CIF in
Rabinal seit 1989. Im CIF wurden sie damals
ausgebildet. An grossen Holzwebstühlen. Am Anfang
ihrer Webarbeit standen alle Webstühle in einer
grossen Halle. Da aber die Frauen nicht einfach ihre
Häuser mit den Kindern allein zurücklassen
können, wurde bald beschlossen, die Webstühle
in den Häusern aufzustellen. Diese Frauen haben
sich zu einer Gruppe zusammengeschlossen und verteilen
untereinander die eingegangenen Aufträge. Die
weben wunderschöne Stoffe, Tischdecken und
Hängematten - alle bis 60° waschbar. Sie weben
fast ausschliesslich auf Bestellung und exportieren
auch selber ins Ausland. Mehr unter Flor de Algodón. Die beste
Unterstützung für die Weberinnen ist der Kauf
ihrer Produkte.
Carlos Enrique López Bautista ein
Kunstmaler aus Magdalena Milpas Altas
Carlos López habe ich im Februar 2003 in seinem
Atelier kennen gelernt. Auf dieser Seite stellt er sich
selber vor, mit seiner Geschichte, seiner Arbeit und
seinen Bilder. Carlos arbeitet auch auf Auftrag und
malt sehr schöne Bilder in verschiedenen Stilen
nach Fotos. Mehr unter Carlos
López. Sie können die Bilder
schriftlich oder telefonisch auf spanisch selber
bestellen oder über meine E-Mail Adresse info@guatesol.ch.
Das Maya-Recht - ein Recht für ein
harmonisches Zusammenleben
Die guatemaltekische Institution Defensoría Maya
setzt sich einerseits stark dafür ein, dass die
Mayabevölkerung Zugang zum Rechts-System des
guatemaltekischen Staates hat. Andererseits erforscht
sie das Maya-Recht, das noch heute in vielen
Gemeinschaften/Dörfern angewendet wird. In zwei
Büchern hat sie die Ergebnisse
veröffentlicht. Um das Mayarecht einer breiteren
Öffentlichkeit in Guatemala bekannt zu machen,
wurde das Büchlein "Nociones del Derecho Maya" /
"Maya Recht - Grundkenntnisse" im Jahr 2000
herausgegeben. Im Maya-Recht finden wir ein
interessantes Konfliktlösungsmodell - und das
Büchlein macht uns bekannt mit der
Maya-Identität und mit einigem der Maya-Religion.
Mehr unterDas Mayarecht.
Familiengärten in Purulhá für
180 Familien.
In diesem Projekt werden 180 Familiengärten in
weit abgelegenen Berg-Dörfern angelegt mit dem
Ziel, die Ernährung zu sichern und die
Selbstachtung der Frauen zu stärken. Mehr unter
Familiengärten.
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