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DAS HEILIGE FEUER DER MAYA
Das Heilige Feuer spielt eine grosse Rolle in den Zeremonien der Maya.
Zeremonien finden sehr oft im Kreis um das Heilige Feuer statt. Sie
werden von Maya-PriesterInnen oder ältesten Männer oder Frauen
geleitet. Meistens werden sie unterstützt von verschiedenenen
HelferInnen.
Der Aufbau eines Heiligen Feuers kann in den verschiedenen
Maya-Gebieten sehr unterschiedlich sein. Untenstehend sehen Sie
zwei verschiedene Heilige Feuer. Unter anderem das Pom verbrennen. Pom ist ein einheimisches Baumharz.
Eine Maya-Zeremonie in Chichicastenango (Hochland Guatemala), die an einer allgemeinden Weiterbildung durchgeführt wurde.

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Mit Zucker wird auf dem gereinigten Boden ein Kreis gezeichnet und damit auch die 4 Himmelsrichtungen bestimmt.
Dann werden Kugeln aus getrocknetem und verkleinertem Pom darauf verteilt.
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Darauf werden Holzspäne aus duftendem Holz mit viel Harz angeordnet.
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Jetzt werden kleine Kerzen in den verschiedenen Farben gelegt.
Weiss symbolisiert den Norden, gelb den Süden,
rot den Osten und schwarz den Westen.
In der Mitte liegen blaue Kerzen, die das Herz des Himmels symbolisiernen und
grüne Kerzen, die das Herz der Erde symbolisieren.
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Der
vorstehende Mayapriester packt weitere in Maisblätter
gerollte Pom-Kugeln aus und verteilt sie auf dem Feuer. Gleichzeitig
werden in den vier Himmelsrichtungen in einiger Entfernung vom Feuer
vier Kerzen in der jeweiligen Farbe aufgestellt.
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Der vorstehende Mayapriester und seine HelferInnen beten in vier Himmelsrichtungen und bitten um ein gutes Gelingen der Feuers.
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Der vorstehende Mayapriester.
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Das
Feuer wird unter Gebeten angezündet. Sichtbar sind drei der vier
Kerzen der verschiedenen Himmelsrichtungen, Süden, Norden, Osten
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Um das Feuer wurde vor dem Anzünden ein innerer Kreis aus Blüten und ein äusserer Kreis aus Piniennadeln gelegt.
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Während
das Feuer brennt, werden verschiedene zeremonielle Handlungen
vorgenommen und Gebete gesprochen. Die Menschen um das Feuer werden in
die Zeremonie eingebunden.
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Mayazeremonie im Zusammenhang mit einer Wallfahrt nach Escipulas.
Durchgeführt von Maya aus Cahabón (Altaverapaz)
Escipulas liegt im Süd-Osten von Guatemala und ist der wichtigste Wallfahrtsort in Guatemala mit einem schwarzen Christus.
DAS HEILIGE FEUER MIT POM - POM VERBRENNEN -
Pom ist das einheimische Weihrauch, es wird aus einheimischen
Baumharzen gewonnen und kann frisch sein, wie das hier abgebildete oder
getrocknet. Getrocknet wird es in kleinen Teilchen und dann zu Kugeln
geformt. Diese können auch in Maisblättern eingepackt sein.

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Der Platz wird gesäubert, eine Mulde gemacht, die grossen Pom Kugeln in die Mulde gelegt und angezündet.
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Alle
Teilnehmenden haben Kerzen in den Händen. Der leitende Älteste spricht
Gebete und leitet das allgemeinde Bitt-, Dankgebet ein. Dieses Gebet
spricht jeder/jede für sich, mit lauter Stimme und einer oder mehreren
Kerzen in den Händen.
Der leitende Älteste beendet dieses Gebet, nachdem die letzte Bitte ausgeklungen ist.
Danach werden die Kerzen auf den Boden "geklebt" und brennen dort aus
oder werden ins Feuer geworfen. Niemals wird eine Kerze gelöscht.
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Der leitende Älteste wartet und bewacht das Feuer, bis es von alleine ausgeht.
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